| > Wie alles begann | |
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Wir verdanken den Erwerb des
Grundstücks einem glücklichen Zufall. Ich wohnte seit frühester Kindheit
in der Nähe des Anwesens und später führte mein Schulweg Tag für Tag an
diesem verwunschenen Areal vorbei. Schon in Kindertagen hegte ich den
Wunsch, einmal das Grundstück zu durchstreifen und das Innere des kleinen
Hauses näher zu inspizieren! Aber leider blieb mir dies bis vor elf Jahren
verwehrt und so musste damals die kindliche Fantasie ausreichen. |
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1996 dann, ich bewohnte eine eigene
Wohnung im Elternhaus und kam somit immer noch häufig am Grundstück
vorbei, erfuhr ich vom Tod der Mieterin. Aus einer Intuition heraus
schrieb ich einen Brief an die Eigentümerin und bekundete mein Interesse
am Kauf des Grundstücks. Sechs lange Wochen bekam ich keine Reaktion. Ich
war davon überzeugt, das es wohl realistisch sei, die Sache zu vergessen. |
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Was soll ich sagen, ich fühlte mich
sofort zuhause und konnte mir vorstellen, das Anwesen in ein funkelndes
Schmuckstück zu verwandeln. Nach kurzer „Überzeugungsarbeit“ war auch
Achim bald der gleichen Ansicht, wir haben den Entschluss bis heute nie
bereut! |
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Die vielen weiteren Interessenten, auch
Immobilienmakler, hatten nur die stadtnahe Lage des Grundstücks im Auge.
Das alte Haus stand dabei nur im Weg, wäre der Abrissbirne zum Opfer
gefallen und ein schöner Garten, welcher vor unserem imaginären Auge schon
Gestalt angenommen hatte, wäre nie entstanden. |
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Im August 1996 konnte der Kaufvertrag
unterschrieben werden. Aus rein profitablen Gründen hätten wohl andere
Mitbewerber den Zuschlag erhalten müssen. Doch damit wäre ein Stück
Individualität für immer zerstört worden. Nach genau neun Monaten einer
umfangreichen Komplettsanierung konnten wir im Mai 1997 unser neues Heim
beziehen! |
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Mittlerweile sind wir beide mit dem
Gartenvirus infiziert. So ist nach mehreren Jahren der intensiven
Planung ein Gestaltungskonzept entstanden, das mit jeder Menge
körperlicher Schwerstarbeit von 1999 bis 2003 umgesetzt wurde. Die
Arbeit im Garten ist Meditation und ein schöner Ausgleich zu unserem
beruflichen Alltag. |
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Und so erzeugte das bislang schönste Kompliment, das uns die Vorbesitzerin angesichts der neuesten Gartenportraits im Sommer 2003 machte, einen gewissen Stolz: „Wenn meine verstorbene Mutter den Garten so sehen könnte, sie wäre sehr zufrieden mit Ihnen beiden!“ Das spornt natürlich an, jedes Jahr das Gestaltungskonzept zu verfeinern, neue Ideen aufzugreifen und andere Menschen am Gartenglück teilhaben zu lassen. |
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Betzdorf, im Januar 2008 |
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